Kompetenzcenter - Zukunftsprogramm Krankenhäuser

Am 18. September 2020 hat der Bundestag das Krankenhauszukunftsgesetz verabschiedet. Mit dem Gesetz wird das durch die Koalition am 3. Juni 2020 beschlossene „Zukunftsprogramm Krankenhäuser“ umgesetzt. Auch der Bundesrat gab am 09. Oktober 2020 grünes Licht.

Der Bund stellt über den Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) 3 Milliarden Euro bereit, damit Krankenhäuser in moderne Notfallkapazitäten, Digitalisierung und IT-Sicherheit investieren können. Darüber hinaus sollen die Länder weitere Investitionsmittel von 1,3 Milliarden Euro aufbringen. Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) kommt und treibt die Digitalisierung an. Entscheidern in Krankenhäusern stellen sich viele Fragen: Welche Digitalisierungsmaßnahmen sollen mit Priorität angegangen werden? Und wie können die Maßnahmen über den Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) bestmöglich gefördert werden? Wir beantworten Ihnen diese Fragen und begleiten Sie, die konkrete Förderfähigkeit Ihrer Digitalisierungsinitiativen im Rahmen des Krankenhauszukunftsfonds zu prüfen.

Zukunftsprogramm Krankenhaus

Datenschutz-Grundverordnung, Telematikinfrastruktur, Interoperabilitätskriterien: Die Anforderungen an digitale Lösungen im deutschen Gesundheitssystem sind komplex und wir kennen diese genau. Wir erfüllen alle rechtlichen und bürokratischen Anforderungen Ihres Digitalisierungsvorhabens.

Fakten zum Zukunftsprogramm Krankenhäuser

 

  • Ab dem 1. Januar 2021 stellt der Bund dem Krankenhauszukunftsfond (KHZF) drei Milliarden Euro über die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zur Verfügung. Der KHZF wird beim Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) eingerichtet, dem ehemaligen Bundesversicherungsamt.
  • Länder und/oder die Krankenhausträger übernehmen 30 Prozent der jeweiligen Investitionskosten. Insgesamt steht für den Krankenhauszukunftsfonds somit ein Fördervolumen von bis zu 4,3 Milliarden Euro zur Verfügung.
  • Seit dem 2. September 2020 bis zum 31. Dezember 2021 können die Länder Förderanträge an das BAS stellen. Der Bundesrat fordert hingegen, dass die Länder Anträge bis zum 31. Dezember 2022 stellen können. (Stand vom 14.10.20)
  • Über den KHZF können auch länderübergreifende Vorhaben gefördert werden. Mit bis zu 10 Prozent des Fördervolumens des jeweiligen Landes können außerdem Vorhaben an Hochschulkliniken gefördert werden.
  • Eine Evaluierung zum Stand der Digitalisierung der Krankenhäuser wird zum 30. Juni 2021 und 30. Juni 2023 durchgeführt

Eckpunkte des Krankenhauszukunftsgesetzes

Digitalisierung jetzt! Wir kennen Ihre Herausforderungen

Insgesamt sind im Krankenhauszukunftsgesetz elf förderungsfähige Vorhaben vorgesehen, welche die Digitalisierung der Prozesse und Strukturen im Verlauf eines Krankenhausaufenthaltes von PatientInnen fördern. Auf Basis unseres Portfolios und mithilfe unserer langjährigen Krankenhausexpertise bieten wir Ihnen für einen Großteil der förderfähigen Vorhaben ein passendes Angebot. Unsere MitarbeiterInnen sind speziell vom Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) nach § 21 Absatz 5 Satz 1 Krankenhausstrukturfonds-Verordnung (KHSFV) geschult und berechtigt, Projekte im Rahmen des Krankenhausstrukturfonds zu entwickeln und umzusetzen.

Wir bieten fertige Lösungen für diese förderfähigen Vorhaben:

Patientenportale

Patientenportale ermöglichen das digitale Aufnahme- und Entlassmanagement in Ihrer Klinik sowie das Überleitungsmanagement von PatientInnen zu anderen Leistungserbringern.

Somit können Informationen zwischen Klinik und anderen Leistungserbringern ebenso ausgetauscht werden wie zwischen Klinik und Pflege-/Rehabilitationseinrichtungen. Der Informationsaustausch ist dabei vor, während und nach der Behandlung möglich. Informationen stehen zur Verfügung, wann immer Ihre MitarbeiterInnen diese für die optimale Versorgung der PatientInnen benötigen. Auf diese Weise lassen sich Kommunikationsaufwände reduzieren und der Informationsaustausch zwischen den Beteiligten beschleunigen und vereinfachen.

Im Fokus des Patientenportals steht selbstverständlich die Unterstützung und Entlastung der PatientInnen im Laufe ihres Behandlungsprozesses. Perspektivisch lassen sich weitere Services für PatientInnen in das Portal einbinden. Mithilfe unserer KIS- und AIS-Bridge lässt sich das Patientenportal an Ihre Primärsysteme anbinden.

Aus der Lösungswelt der vitagroup stehen zahlreiche, weitere und erprobte Leistungskomponenten zur Verfügung, die Sie für Ihr Patientenportal nutzen können:

Begleitung von der Konzeption bis zur Implementierung eines Patientenportals

Sie wollen im Rahmen des KHZG ein eigenes Patientenportal etablieren? Dann greifen Sie auf die Leistungskomponenten der vitagroup zurück, um die MUSS-Kriterien* für ein Patientenportal zu erfüllen. Wir bieten Lösungen für kleine Krankenhäuser sowie größere Klinikverbünde. Darüber hinaus stehen wir Ihnen mit unserer Branchen- und Projektmanagementerfahrung und unseren Entwicklungsressourcen von der Konzeption, Beantragung und Entwicklung bis hin zur Implementierung und dem Betrieb des Portals zur Verfügung.
*Bitte beachten Sie, dass zur Erfüllung der funktionalen Anforderungen eines Patientenportals nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 KHSFV sämtliche MUSS-Kriterien umzusetzen sind.

Digitales Aufnahme- und Entlassmanagement

Ein wesentlicher Bestandteil des Patientenportals ist das Digitale Aufnahme- und Entlassmanagement. Durch mehrere Pilotprojekte in Kliniken der Region Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der AOK Niedersachsen, haben wir bereits vor Jahren erste Erfahrungen mit dem Einsatz von CASEPLUS als Care-Coordination-Tool im Digitalen Aufnahme- und Entlassmanagement gesammelt. Aufgrund der Erfolge in den Pilotkliniken erfolgt nun der Roll-Out des Digitalen Aufnahme- und Entlassmanagements in weiteren Kliniken in Niedersachsen. Doch auch Kliniken anderer Bundesländer können von diesem bewährten Angebot profitieren. Für unsere Klinikkunden in Niedersachsen haben wir ein besonderes Angebot für die Etablierung eines Digitalen Aufnahme- und Entlassmagements. Um weitere Informationen zu erhalten sprechen Sie uns gerne an.

Telemedizinische Netzwerke

Telemedizinische Anwendungen tragen dazu bei, Hürden in der optimalen Gesundheitsversorgung aufzulösen. Diese kommen sowohl bei der Erbringung medizinischer und pflegerischer Leistungen in den Bereichen Diagnostik, Therapie und Rehabilitation zum Einsatz, aber auch in der ärztlichen Entscheidungsberatung. Mit unseren telemedizinischen Lösungen tragen wir zu einer besseren Patientenversorgung, z. B. in ländlichen Gebieten bei. Versorgungslücken in der Patientenversorgung, etwa im Rahmen der Überwachung und Therapie von chronischen Erkrankungen, kann so maximal vorgebeugt werden:

Mit TELEKONSIL können Sie digital, unabhängig und sicher Sprechstunden und Abstimmungen online mittels Videotelefonie erledigen. TELEKONSIL ermöglicht es MitarbeiterInnen aller Disziplinen in den fachlichen Austausch zu kommen. Es lässt sich leicht für Telekonsile oder in Tumorboards und Fallkonferenzen einsetzen, sodass auch TeilnehmerInnen aus anderen Einrichtungen virtuell eingebunden werden können. Über die Screensharing-Funktion im TELEKONSIL können Bildmaterialien wie z. B. CT- oder Röntgenaufnahmen übertragen und besprochen werden. Für eine erste Einschätzung bzw. Triagierung ist diese einfache Funktion oft schon ausreichend.

Mit dem Versorgungskonzept TELEARZT werden Hausbesuche z. B. an Medizinische Fachangestellte (MFA) mit telemedizinischer Zusatzausbildung delegiert, während der Praxisbetrieb wie gewohnt weiterläuft. Definierte Behandlungsprozesse stellen sicher, dass bei den PatientInnen vor Ort relevante Vitalwerte erfasst und dokumentiert werden. ÄrztInnen schalten sich je nach Bedarf per Videosprechstunde zu – so bleibt auch der persönliche Patientenkontakt bestehen.

Mit der smarten Messenger-Kommunikation mittels WEDOO bringen Sie mehr Effizienz in die Abstimmung mit KollegInnen. WEDOO ist ganz speziell für das Gesundheitswesen entwickelt: Sensible Patientendaten sind mit der App zu 100 % sicher. Übertragen Sie einfach, sicher und datenschutzkonform PDF-Dateien und Fotos. Mit dieser smarten Lösung können alle relevanten Informationen, etwa für ein Telekonsil, bspw. Patientendaten, Erstbefund oder die Einwilligung der PatientInnen übermittelt und bereitgestellt werden. 

Unter Einsatz einer Drittanbieterlösung ist es außerdem möglich, die elektronische Beauftragung und Beantwortung telemedizinischer Konsile mittels Unterschrift zu leisten. 

IT- und Cybersicherheit

Das KHZG hat zum Ziel, die IT- und Cybersicherheit in Krankenhäusern und Hochschulkliniken zu verbessern. Daher ist bei jedem zu fördernden Vorhaben ein Anteil von 15 Prozent der beantragten Mittel für Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit vorgesehen.

Durch die zunehmende Vernetzung verschiedener komplexer IT-Systeme und Komponenten in den Krankenhäusern steigen die Risiken hinsichtlich der Auswirkungen, die mit einem Ausfall oder der Beeinträchtigung dieser Systeme verbunden sind. Diese gilt es durch geeignete Cybersicherheitsmaßnahmen zu reduzieren. Als Anbieter von IT-Systemen sorgen wir für eine sichere Konfiguration und umfassende Maßnahmen im Rahmen der IT-Sicherheit für Ihre Klinik.

Dabei arbeiten wir mit einem namenhaften IT-Dienstleister zusammen. Gemeinsam legen wir mit Ihnen einen sinnvollen Startpunkt für die Betrachtung Ihrer Informationssicherheit fest. Durch unsere langjährige Erfahrung im deutschen Gesundheitswesen, insbesondere in Krankenhäusern, kennen wir unterschiedliche externe und operative sowie organisatorische Anforderungen  gesetzlicher sowie institutioneller Art. Unser Kooperationspartner ist ein Dienstleister großer Krankenkassen, Kliniken, medizintechnischer Unternehmen und weiterer Leistungserbringer, mit über 20 Jahren Erfahrung.

Durch einen Security-Check erhalten Sie auf Wunsch einen Überblick über den Ist-Zustand Ihrer Informationssicherheit. Dabei bewertet unser Partner Ihre Organisation und Prozesse sowie die Vorgaben an Ihre MitarbeiterInnen - immer mit dem Schwerpunkt auf dem Sicherheitszustand Ihrer IT.

Sollten Sie einen Überblick über den aktuellen Zustand ihrer IT-Landschaft und über die Optimierungs- und Digitalisierungspotentiale entlang des KHZG wünschen, sind Sie mit dem KHZG-Readiness-Check bestens beraten. Investitionen und Anpassungen zum geforderten Soll-Zustand, wie von den gesetzlichen Assessments bewertet, werden durch einen konkreten Maßnahmenkatalog für Sie aufgezeigt.

Ein förderfähiges Vorhaben umsetzen - Aber wie? Gestalten Sie mit uns das Gesundheitswesen der Zukunft!

Wir beraten Sie gerne.

Joachim Neugebauer

Member of Board
Segment Lead Stationäre Versorgung

+49 173 5274669 Oder schreiben Sie mir!
Portrait von Joachim Neugebauer
Joachim Neugebauer, Segment Lead Stationäre Versorgung

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Der DSGVO-konforme Messenger WEDOO bringt mehr Flexibilität und Effizienz in die Abstimmung mit KollegInnen – in Einzel- oder Gruppenchats, per Text- oder Sprachnachricht. Speziell für das Gesundheitswesen entwickelt, setzt die App auf neueste Sicherheitsstandards. Sensible Patientendaten sind zu 100 % geschützt.

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